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DTEV-Turnierberichte:

Kurzinfo: Bjarne Axelsen gewinnt erneut in Friesland!

Bjarne Axelsen von den Fremad Eagles aus Dänemark verteidigt seinen Titel gegen Box Albers (VfP Friesland) und nimmt den Wanderpokal wieder mit in die nordischen Gefilde. Dritter wird Bull Gerrit (TEV Schlicktown) vor Tim "Animal" Tigges (Satyrion Berlin).

Den Teamwettbewerb gewannen die Eagles I (Fremad Eagles) knapp vor dem VfP Friesland. Ein vollständiger Bericht folgt in Kürze...

Bericht vom: 2009-10-18 10:42:09


Berlin Open 2009 16.05.2009

Musik!

Die V. Berlin Open 2009 waren eine runde Sache.
Igor, Thomas und Paule hatten gute Arbeit geleistet. Die Halle, die Cafeteria, alles war schön. Sogar die Bretter waren an den Abenden zuvor bereits aufgebaut und präpariert worden. Letzteres unter den strengen Augen des schwedischen Favoriten Petter Bengsston. Für unsere Verhältnisse ein super Standard. (Allerdings waren leider wieder mal nicht alle Ausländer 100% zufrieden. Zwar machte uns niemand einen Vorwurf, aber gutes internationales Niveau ist anders. Schlechtes internationales Niveau gibt es aber auch, und da waren wir nicht bei.)

Es lief alles ziemlich glatt. Es gab keine Skandale.
Das einzige Mal, dass das rein deutsche Schiri-Gremium entscheiden musste (kein Ausländer war im Vorfeld dazu bereit), ging bemerkenswerterweise sehr fair vonstatten. Timo Toivonen aus Finnland und Ladislav Tmej spielten ihr 7. und entscheidendes Spiel im Viertelfinale. Das Halbfinale wäre für beide ein klarer Karrierehöhepunkt gewesen. Gegen Ende stand es 5:4 für Tmej, aber Toivonen zweifelte ein Tor an, bei dem der Puck beim Bully vor Tmejs Center gelandet war, der ihn reingemacht habe. Tmej meinte, dem Tor ein kontrolliertes Spiel, also ein Pass mit dem Linksverteidiger vorausgegangen sei. Tschä. Weder Thomas noch Tim hatten das Ganze mitverfolgt. Und überhaupt: ein kurzer Blick in die Regeln sagte, der Puck müsse kontroliert worden sein, bevor ein Tor erzielt werden darf. Aha. Und wie sollen wir das entscheiden? Also der Vorschlag: Spielt einen Sudden Death um dieses Tor. Tmej konnte es also nachholen, Toivonen ein Unentschieden und einen erneuten Sudden gewinnen. Fairerweise ging Tmej darauf ein - und machte das Tor. Faires Shake-Hands. Das hat man so lange nicht gesehen. Überhaupt waren die entscheidenden Spiele von Fairness und Freundlichkeit geprägt. So soll es sein.

Und vorher?
Drei Vorrundengruppen à 14-15 Spieler, die besten 8 sollten die 1. Liga erreichen. Da man keine Punkte in den Nachmittag mitnahm, war es für viele Ausländer ein ruhiger Aufgalopp. Für viele Deutsche sollte es allerdings ein harter Kampf werden. Schlussendlich gelang es den meisten anwesenden Budapest-Fahrern, sprich: Nationalspielern, sich zu qualifizieren. Neben Cowboy mussten auch die meisten Berliner und Norweger Björn Hagerup in Liga zwei. Die gewann er auch deutlich vor Igor und Cowboy.

In der ersten Liga war das Erreichen der Play-Offs das Ziel der deutschen Elite. Erreicht hat es nur Bull als 16. Die anderen - Tim, Brunske, Box, Slow usw. - reihten sich schon hinter ihm auf den Looserplätzen jenseits der Finalrunde. Dass muss dann in Budapest etwas besser werden.
Die Play-Offs waren also bevölkert
von den Favoriten aus Schweden (Petter Bengtsson), Finland (Mika Myllykangas) und Tschechien (Zdenek Matousek). Allerdings waren die Tschechen, sonst die Hausmacht der Berlin Open, nur zu dritt angereist. Außer Matousek waren der ewige Milos Sevr und eben Ladislav Tmej, der weniger bekannte der beiden Brüder, angereist. Im Viertelfinale schied Bull dann auch glatt gegen Bengtsson aus. In Deutschland gegen den einzigen Deutschen in den Play-Offs zu spielen und dabei einer Meute Deutscher gegenüberzustehen ist vermutlich weit angenehmer als z. B. in Russland gegen den einzigen Russen zu spielen... In zwei rein finnischen Matches siegte Favorit Myllykangas zäh über Lauri Eronen und Timo Toivonen gegen Klubkamerad und Honeymooner Ismo Aulaskari. (Die beiden spielten geschätzt ihre Spiele 2578-2584 gegeneinander, gingen also über die volle Distanz von 7 Spielen.) Größtenteils siegten die Favoriten, nur Jari Sahlgren musste sich dem Hauptrundendreizehnten Tmej geschlagen geben. Und: Mikus Saulitis warf seinen höher gerankten Landsmann Dizis Ziemelis raus. Der erste Streich!
Denn im Viertelfinale sollte Saulitis einen weiteren Favoriten, den WM-Halbfinalisten von 2005 und Bull-Bezwinger, Petter Bengtsson, ausschalten. Sieben Spiele dauerte das. Obwohl Saulitis schon 3:0 nach Spielen führte. Routiniert kam Bengtsson zu einem 3:3, doch verlor er das letzte Spiel glatt. In den restlichen Spielen fraß Tmej wie beschrieben dramatisch seinen zweiten Finnenhappen Toivonen und schnippsten die Starspieler Myllykangas und Matousek ihre Gegner aus. Im Halbfinale beendete Mikus Saulitis den Sturmlauf von Ladislav Tmej glatt. Das zweite Halbfinale zwischen den beiden Ms ging aber über die volle Distanz, Myllykangas führte 3:1, Matousek drehte und entschied das letzte Spiel durch eine Centerfinte in (vor)letzter Sekunde. Das Finale war fast eine Kopie: Führung Saulitis, Ausgleich Matousek und ein entscheidendes siebtes Spiel. (Was hätte man sich Arbeit sparen können, wenn man einfach diese beiden zu einem Match nach Berlin geladen hätte. Der Gewinner kriegt den Pokal, fertig.) Aber zurück zum wirklichen Geschehen, im Telegrammstil Saulitis - Matousek: 1:0, 2:0, 2:1, 2:2, 3:2, 4:2, 4:3, 4:4 und in (vor)letzter Sekunde... 5:4!
Herzlichen Glückwunsch an Mikus Saulitis, der seinen ersten großen Titel gewann!

Ergebnisse

Bericht vom: 2009-06-11 12:23:40


XVII. Deutsche Meisterschaften 2009 in Düsseldorf

Die DM 2009 war DTEV-typisch charmant-chaotisch. Aber sie war noch mehr! Sie war mit 60 Teilnehmern das zweitgrößte DTEV-Turnier aller Zeiten. Nur die DM 1994 war mit 68 Teilnehmern größer. Es gab zwar noch zwei weitere Turniere mit 60 Leuten, aber das eine liegt mit der DM 1995 auch 14 Jahre zurück und das andere, die Berlin Open 2006, wurde nur durch ausländische Teilnahme so groß. Soviel zu den Dimensionen.
Diese Teilnehmerzahl geht vor allem auf eine Reihe von Neulingen zurück. Die Zahl derer, die mehr als 2-3 DTEV-Turniere auf dem Buckel hatte, neigte sich gen 20. Als ein Dankeschön spielten wir eine Rookie-Wertung, die Larry Reizine aus Hannover gewann. Zuvor hatte Larry noch das Junioren-Finale verpasst, das Sascha Kofferath vom gastgebenden Düsseldorfer Altbier-Team gewann. (Na, na, na. Wir wollen mal hoffen, dass der Junge nur Jungbier kriegt.) Niema Manavi, ebenfalls Altbier-Team, erreichte beide Finals! Gratulation diesen drei Talenten! Sie wirken der zunehmenden Alterung der deutschen Tischeishockey-Freunde entgegen, die in zwei Veteranen-Klassen resultierte. Veteranenmeister nach ITHF (also ü39) wurde Joe Klang. Superveteranenmeister (eine Premiere: ü44) wurde Hans-Georg Danelski aus Berlin! Die Team-Wertung bestand aus sagenhaften 12 Mannschaften. Sieger wurden die Comebacker des Bonner Rama-Klubs um Joe Klang, die in den Play-Offs die Favoriten aus Wilhelmshaven (2.) rausgeschmissen hatten vor dem VfP Friesland (3.) und Satyrion Berlin (4.). In der Offenen Wertung machte Joe Klang das Triple vor Bull Gerrit und Box Albers perfekt.

Hier die einzelnen Ergebnisse mit weiteren Textbeiträgen:

DM2009 Open
Junioren
Rookies
Team


Bericht vom: 2009-03-04 02:12:42


DM 08: Klein, aber fein.

Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin...

...Das dachten sich dann aber leider nur wenige. Angesichts einer arg armen Teilnehmendenliste hatte die Turnierleitung der DM 2008 sogar zur Diskussion gegeben, ob man das Ganze verschieben oder aussetzen sollte. Breite Front im Guestbook. Sowohl die, die kommen wollten, wie auch die, die das nicht taten, meldeten, man solle spielen, der Termin habe lang genug festgestanden und wer nicht komme, sei selber schuld. Tipp vom (nicht) kommenden Ex-Meister: Spielt Euch die Finger wund und habt Spaß. Somit wurde das Meisterturnier klein und gemütlich angelegt. Keine Turnhalle, kein Gemeindesaal. Die Schneiderei von Slow Hands Gattin wurde uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt. Biergarnitur davor, Obstschale als Buffet, liebevoll gebastelte Pokale, fertig war der Lack. Da am Turniermorgen einige Sau(f)erländer verschlafen hatten und einige Berliner unerwarteterweise nicht kamen, begann man mit Kaffe statt Spielen. Mit einigen (und somit uns) hatte das Schicksal es nicht gut gemeint. Fury hatte kurzfristig absagen müssen, Paule noch kurzfristiger eine Schicht reingedrückt bekommen und sogar der zuverlässige und TEH-süchtige Norbert ist anscheinend vom Kommen abgehalten worden. Zu guter letzt waren wir sage und schreibe nur 10 (in Worten: ZEHN) Leute. Aber davon ließen wir uns nicht abhalten. Es wurde ausgespielt, was auszuspielen war! Zunächst war das – nach guter Berliner Tradition – der DTEV-Pokal, bzw. seine erste Runde, gewissermaßen die Viertelfinalqualli. Wäre Saufaus Trumpp nicht noch aufgetaucht wäre das nur Tim gegen Hans gewesen (der sich selber in die erste K.O.-Runde gelost hatte). So aber musste noch ein Gegner gefunden werden, und es wurde... der Cowboy, seines Zeichens amtierender Vizepokalsieger (von 2004). (Die Turnierleitung machte drei Kreuze – ein Cowboy, der mit einer entscheidenden Niederlage in ein Turnier startet, ist das letzte, was man haben will.) Doch beide Favoriten zogen ins Viertelfinale ein, vor dem aber noch die Veteranenwertung gespielt werden sollte. Um auf eine schöne weltranglistenfähige Zahl zu kommen, wurde Onkel Dirk für Schlicktown rekrutiert. Er hatte dann gegen Hans, Slow und den kleinen Brunske zu spielen. Ein eigens erfundener Modus ließ die ersten drei die Hauptrunde erreichen. Da sicherte sich dann Slow mit einem 3:0 im letzten Spiel gegen Brunske das Finalticket, während der ins Halbfinale gegen Hans musste. Eigentlich auf Best of 5 angesetzt, einigte man sich (offensichtlich) nach zwei Siegen Brunskes auf ein Best of 3. Der nahm den Schwung mit und schlug den amtierenden Berliner Meister Slow in vier Spielen. Gratulation! Brunskes erster Einzeltitel (abgesehen vom D-Europameister.) Dann das Team, wobei wieder eine schöne Tradition bei Berliner DMs aufgegriffen wurde: das Duett. Somit waren dann mit Satyrion, Traktor und dem VfP drei Vereine am Start, herausgefordert von Brunske und Trumpp, die zur SpVgg Wilhelmshaven fusionierten, und Hans und Igor, die Trikotfarben und Vaterstadt gemein hatten. Satyrion dominierte ungeschlagen die Vorrunde, darin ein knapper Sieg gegen die Twins vom VfP, die dann auch zweite wurden. Die Rookies von Traktor 06 verloren leider den Kampf ums Ticket fürs Halbfinale. Dort kam es zu einem Berliner und einem Nordwest-Derby. Während die Satyren die Remis-Könige von Schwarz-Rot deutlich besiegten, musste das Torverhältnis die Entscheidung zugunsten des VfP erbringen. Das Gleiche passierte in den sehr engen Finalspielen, wo Schwarz-Rot das kleine Finale gewann. Bei den Großen spielte Slow gegen Big 2:2, während Tim gegen Cowboy mit einem 3:4 die ersten Punkte an diesem Tag verlor. Zwar ein denkbar schlechter Moment dafür, aber mit einem Tor plus für den VfP war das eine enge Kiste. In der entscheidenden Runde zwei führte Tim gegen Big bald 3:0, als es im Nachbarspiel noch torlos zuging. Dann das 1:0 für den Cowboy, und der VfP der Pulle zum Greifen nahe. Anschluss Big 1:3... Doch dann das Tor zum 1:1 von Slow. Satyrion führte mit einem Tor. Und der Vorsprung hielt. Die erste Meisterschaft für Berlin. Aber uiuiui. Schon Mittag. Vielleicht etwas zu funky. Also ran. Pokal-Viertelfinale. Slow, Cowboy, Brunske und Tim warfen je Big, Igor, Hermd und Rübe raus und festigten endgültig ihre Favoritenstellung an diesem Tag. Die Sauerländer hatten sich somit aus Mannschaft und Pokal und weiter zu Essen verabschiedet. Zufälligerweise befanden sich nun gerade eine Anzahl Kinder und Frauen (Familie Haußknecht zu Besuch) im Raum. So dass man das fix ausspielen konnte. Annette besiegte mit großem Spiel Susanne, die von Schlicktown rekrutiert worden war, und Elisabeth (von der Straße) und wurde als Deutsche Meisterin gefeiert. Nichts weniger hatte unsere Gastgeberin auch verdient. Auch bei den Knaben gewann ein Berliner. Jedoch nicht der favorisierte Fast Hand. Im Finale hatte Igors Zögling Janus die stärkeren Nerven. Sein Finalgegner feuerte den Torwart und verschwand in den Katakomben. Der Drittplatzierte Luca repräsentierte die Haußknecht-Bros. dann auf dem Treppchen. Die Traktoren hatten dann auf der Suche nach Futter den ganzen Wedding durchpflügt und kamen spät zurück. Doch das galt auch für den Rest der Belegschaft, der zwar ins Ristorante ums Eck gegangen war, aber von der inkompetenten Bedienung aufgehalten wurde. Somit war es fortgeschrittener Nachmittag, als man die Hauptrunde begann. Ach ne, Pokal-Halbfinale, die Deutschen Meister von Satyrion machten die Sache klar und schafften, was Hertha nie schafft. Ein Heimspiel im Berliner Pokalfinale. Dann also Hauptrunde in zwei Runden jeder gegen jeden. Nach der ersten Hälfte führte Slow mit 15 Punkten vor Cowboy, Tim und Brunske mit je 13. Diese drei lagen bis in den direkten Vergleich denkbar knapp beieinander. Volker führte mit neun Punkten uns als letzter EM-Fahrer das Mittelfeld an. Abgeschlagen mit null Punkten nur Partylöwe Trumpp. Der vollbrachte in Runde zwei eine schöne Aufholjagd und scheiterte letztlich am direkten Vergleich gegen Rübe daran, die Rote Laterne abzugeben. Diese beiden hatten dann auch die Viertelfinaltickets verpasst. Im weiten Feld sah man in der zweiten Runde viele lange Gesichter, nur Tim konnte ohne weiteren Punktverlust davonziehen. Der sabalderte Hans im Viertelfinale dann auch ab (und Hans konnte rechtzeitig zu Mario Barth). Slow schlug Hermd und Brunske Igor. Spannend war das Bruderduell, wo Big bald 2:1 führte. (Und drei Kreuze, denn das, was man am allerwenigsten haben will, ist ein Cowboy, der gleich in der ersten Runde an seinem Bruder scheitert.) Aber zwei Siege brachten den Cowboy ins Halbfinale. Da war aber sowenig kühler Kopf übig, dass Slow Hand kurze und deutliche Sache machte und in sein erstes großes Finale kam. Wer würde nun sein Gegner werden? Würde es zu einer Wiederholung des Pokalfinals und den Matches 11-13 (mindestens!) an diesem Tag zwischen ihm und Brunske kommen? Oder sollte es die Dopplung des Pokalfinals und das Derby der Vereinskameraden werden? Das erste Spiel konnte Tim noch deutlich gewinnen. Doch dann glich Brunske aus und weckte den Bjarne in Tim. Nach teilweise schönem Spiel an diesem Tag legte der dann nämlich den Fokus aufs Gewinnen und erreichte unschön und glücklich das Finale. Puh, Stress, ersma Päuschen. Slow und Tim spielten schonmal den Pokal aus. Brrr. Entscheidende Spiele von Vereinskameraden sind nie schön. Lange sah es nach einem 0:0 aus, doch in der letzten Minute konnte Tim ein 2:0 klarmachen. Der Nachfolger von Jiminator ist Tim von Satyrion! (Jimi, Du hast noch meinen Pokal!) Finale. Hm. Das interessanteste daran, war die Diskussion, ob man es vors Brandenburger Tor verlegen sollte. Machte man nicht. Von den wieder zähen Spielen darf das erste als entscheidend angesehen werden. Tim führte bald mit 2:0, was Slow aber fix mit schönem Spiel drehen konnte. Ausgleich 3:3 durch Tim, Führung Slow, Jubel durch Brunske. Der war nicht nur solidarisch mit dem Veteranenkollegen, sondern quittierte auch Tims zynisches Spiel. Genau, Ausgleich Tim und Sudden Death. Sieg Tim. Die zwei weiteren Spiele mauerte sich Tim zum Sieg und hamsterte Pokale und Titel für den Deutscher Meister, Pokalsieger und Mannschaftsmeister. Slow fragte sich nach drei verlorenen Finals und nur einem halben gewonnenen, ob er sich noch nach Hause trauen kann. Kopf hoch, Thomas! Satyrion verzeiht Dir sogar die Niederlage im Veteranenfinale, dem einzigen Titel, der nicht nach Berlin ging. Das Bankett wurde klein und gemütlich, da die Friesen und Sauerländer den Heimweg vorgezogen hatten. Brunske neckte (im Beisein seiner Frau!) die üppige Bedienung (ob das an ihrem üppigen Dekolleté lag?), es gab deftig was zu essen und eine schöne kleine Preisverleihung. Ein entspannteres DTEV-Turnier hatte es jedenfalls lange nicht mehr gegeben.

Bericht vom: 2008-08-30 15:53:24


DIE SCHMACH VON RIGA

Europameisterschaft 14.–15.6.2008, Riga Lettland

Die hohen Erwartungen der selbsernannten Gurus und Experten wurden jäh widerlegt. Das „beste deutsche Team seit fünf Jahren“ ging bei den kontinentalen Titelkämpfen sang- und klanglos unter. Dass es hart werden würde, war im Vorhinein klar. Nur zehn Nationen traten überhaupt an – neben Geldgründen wohl auch eine Folge der inflationär ansteigenden Zahl von großen internationalen Turnieren. Darunter traten fünf der sechs traditionell großen Nationen mit recht starken Teams an. „Recht stark“ kann in diesem Fall als „etwa gleich stark“ verstanden werden, da die üblichen Favoriten – Schweden und Finnland – nicht mit den allerstärksten Teams antraten. Tschechien, Russland und der Gastgeber stellten erwartungsgemäß ihre fast besten Fünf auf. Der letzte der großen Sechs, Norwegen, fuhr wieder einmal mit einem Partyteam zur EM – und eröffnet somit die Gruppe der „schlagbaren“ Gegner. Dazu zählten die immer stärker werdende Ukraine und vor allem Estland und Dänemark. Aufgrund der schlechten Platzierung im Worldranking als letzte gesetzt, musste der DTEV seine Hoffnungen auf die Spiele gegen Norwegen und die Ukraine legen, um den letzten Platz der Gruppe B zu vermeiden und ins Viertelfinale einzuziehen.

Doch alles der Reihe nach.
Gutgelaunt fand sich die komplette deutsche Mannschaft am Freitagmittag am Berliner Flughafen ein. Neben dem deutschen Meister und Schlüsselspieler Box Albers brachten Cowboy und Tim ihre internationale Erfahrung ein. Daneben die JBHL-gestählten Brunske, Big und Bfury, komplimentiert von Rookie Slow Hand (aus Berlin). Der Flug war reibungslos, das Beziehen des EM-Quartiers stimmungsvoll und die Eröffnungszeremonie unerwartet kurz. Schlussendlich stimmten sich die deutschen Recken im altbekannten Friday's auf die bevorstehenden Strapazen ein, bevor man die alten Männer zu Bett brachte.
Denn die mussten am Samstag ja früh ran (hehe). In aller Frühe verteidigte Slow den letzten Platz in der Veteranenwertung eisern. Brunske erreichte immerhin die B-Play-Offs. Gegen elf Uhr stieß dann auch das junge Gemüse hinzu, der Ernst begann, der Rest ist Schweigen. Denn vereinzelte Blicke des Berichterstattenden auf die Livetabellen auf Großleinwand verhießen wenig gutes. Gegen Ende stand also fest, dass sich nur die Box in die zweite Liga hatte retten können, was nach Setzliste als Erfolg gewertet werden darf. Ebenso wie Furys Platz eine Klasse darunter, die auch Tim souverän aber unspektakulär erreichte. Big und Slow nahmen erwartungsgemäß eine Position in der letzten Division ein, wie auch die enttäuschenden Cowboy und Brunske.
Dann also am Nachmittag die Mannschaft. Neben Box und Tim hatte sich am ehesten Fury empfohlen. Außerdem plante der Teamchef, die erfahrenen Brunske und Cowboy für die engen Spiele einzusetzen. Ob das ein Fehler war? Das erste Spiel gegen eine finnische B-Mannschaft wurde mit lautem Gesang eingeleitet, was den Gegner zunächst einzuschüchtern schien, aber dann doch 1:23 verlorenging. Aber das war ja einkalkliert. Tim landete ein 5:0 gegen einen finnischen Reservespieler und ein 0:0 gegen einen uninspirierten Weltmeister. Slow Hand hatte sich das Match gegen Finnland gewünscht (verzichtete von der Veteranenklasse aufgerieben auf weitere Matches) und holte auch ein Unentschieden. Dann das erste wichtige Spiel gegen Norwegen. Nach der ersten Runde stand es 2:2 dank Siegen von Tim und einem gut aufgelegten Fury. In den übrigen Runden konnten die beiden zwar noch je einen Sieg holen, doch außer ihnen war nur noch Brunske einmal siegreich, so dass es zum Schluss ein enttäuschendes 5:16 gab. Gleich im Anschluss gab es die zweite Chance gegen die Ukraine, die in der ersten Runde aber auch die Norweger deutlich geschlagen hatte. Und wieder konnten nur Brunske, Tim und Fury je einen Sieg holen. 3:16 hieß es diesmal, und der bittere Gang in die Schlacht gegen den letzten Platz war greifbare Realität. Die Taktik des Teamchefs auf Erfahrung zu setzen, war fehlgeschlagen. Die Mannschaft musste zu Kreuze kriechen und den ausgebooteten Big um Verzeihung bitten, der Sportsgeist bewies und sich für Fury einwechseln ließ. Genau wie Box und Tim konnte er gegen eine russische B-Mannschaft einen Sieg holen, zum Russen-Killer wurde aber der Cowboy mit zwei Siegen in seinem besten Spiel. Am nächsten Tag würde man auf das altbekannte Dänemark stoßen mit seinem bunten Team von Junioren, Damen, Veteranen und zwei merkwürdigen Knilchen. Eine scheinbar machbare Aufgabe.
Zu guter Letzt an diesem Samstag spielte Brunske sein Veteranen-B-Play-Off gegen Hans Øyvind Sagen aus Norwegen, das er unglücklich im Sudden des entscheidenden Spiels verlor.
Der Abend wurde gemütlich im Friday's an- und mit einer Art Misswahl ausgeklungen. Die Jury nahm dabei vorm Irish Pub Platz. Außerdem begann Brunske mit einem neuen Hobby.

Am Sonntag gab es einen Kompromiss. Jung wie Alt musste gleichermaßen um neun Uhr antanzen. Hätte man auch bleiben lassen können. Big, Slow und Tim schlugen sich so lala durch ihre Gruppen, Box erreichte einen ganz anständigen Platz. Fury beendete die Einzelwertung erfolgreich als zweitbester Deutscher und Brunske qualifizierte sich immerhin als Dritter für die Halbfinalplayoffs der Vierten Liga.
Doch was zählte, kam danach. Das Match gegen Dänemark. Da ließ sich der Cowboy nach einer Talfahrt am Morgen auf den letzten Platz innerhalb der DTEV-Mannschaft gar nicht erst aufstellen, Slow Hand dankte ebenfalls nein. Also ging es gegen Himmelstürmer Bjarne und seine Olsenbande. Anette „Gar Kein“ Engel, Michael „Tough“ Nielsen, Nico „Evil Maverick“ Lyksholm und Peter Madsen, der finnische Blitz stellten eine ernste Herausforderung dar. Die Berufspessimisten hatten schon zuvor die Schmach von Riga beschworen, aber das sollte sich doch vermeiden lassen an dem Ort, wo Deutschland drei Jahre zuvor noch B-Weltmeister geworden war.
Doch schon nach der ersten Runde lag Deutschland 2:3 zurück. Kalte Köpfe waren gefragt. Noch war nichts verloren. In Runde zwei verlor Box in letzter Sekunde gegen Peter Madsen, was Dänemark eine 7:3-Führung gab. Ebenfalls kurz vor Schluss verlor auch Tim gegen Peter in Runde Drei und Dänemark erhöhte auf 11:4. Nun durfte nichts mehr verloren gehen. Leider aber konnte nur Box in Runde Vier ein sagenhaftes 1:0 gegen Michael Toft holen, während Tim 3:4 gegen Nico Lyksholm unterlag, nachdem ein Puck aus dem Tor des Gegners ins eigene sprang. Dänemark – Deutschland 14:5. Aus und vorbei. Die DänInnen hatten sich bis zur letzten Runde in einen richtigen Rausch gespielt, der am deutlichsten im 2:8 Brunskes gegen Junior Lyksholm und dem unvermeidlichen „Hashi... Hashi... Hashi... Hashi... Hashi... Hashi... Hashi... Hashi...“ Ausdruck fand. 7:17 – Deutschland am Boden!

Doch ein wenig Anlass zum Wundenlecken gab es später, als Brunske wie die Großen Jungs seine Play-Offs spielen durfte. Im Halbfinale der Division IV musste er gegen einen Ukrainer ran, der sich einer eindrucksvollen deutschen Fangruppe ausgesetzt sah, seine Landsleute um Unterstützung bat, die aber dieses Duell klar verloren. Mykhaylo Shalomayev war dem deutschen Team aus einigen Spielen bekannt – vor allem dafür, dass er nur zwei Tricks konnte. Die verhinderte Brunske sauber und setzte sich in drei Spielen durch. Der Finalgegner war ein leicht anderes Kaliber, Vafa Hamdamov aus Estland. Der gewann auch mit u.a. zwei Centerfinten das erste Spiel 3:2. Das Team instruierte Brunske kompetent, Hamdamov centerfinte ausschließlich auf Schlägerseite, was dann im Folgenden auch erfolglos blieb. Mit 1:0 und 2:0 setzte sich Brunske 2:1 in Führung, bevor Hamdamov mit einem Sieg im Sudden ausgleichen konnte. Brunske an diesem Wochenende bislang ohne Fortune im Sudden Death. Das entscheidende Spiel. Die Veranstalter hatten ein Herz für Underdogs bewiesen und Pokale für die Gewinner der Platzierungsgruppen gestiftet. Go for it, Brunske! Der lag dann aber fix zurück. Oioioi. Aber so schnell verlieren die Preußen nicht. Ausgleich und Sudden – again... Die Spannung war kaum auszuhalten. Und dann machte es peng, 2:1 für Brunske, einen Pokal für den DTEV und ein Jubel, den man noch in Moskau hören konnte.

Was kam dann? Das Bankett. Ich muss wohl noch hinzufügen, dass Finnland in einem knappen Match gegen Schweden und „das dicke Mädchen“ Ahti Lampi gegen Landsmann und Weltmeister Roni Nuttonen die Titel holten. Ebenfalls spannend die erste Liveübertragung von Tischeishockey-Spielen mit Livekommentar. Aber wie gesagt, das Bankett. Ohne Alkohol, aber mit viel Fleisch. Und mit einem Höhepunkt: EIN' Classic Brunske, es gibt nur ein' Classic Brunske, EEEEEEEEEEEIINNN' Classic Bruuuuuuuuuuuunske, es gibt nur ein' Classic Brunske!

Ergebnisse

Bericht vom: 2008-06-19 14:42:27


Ende gut - alles gut
Berlin Open 2008 (WT)


Die Berlin Open 2008 begannen unruhig, endeten aber würdig und bei bester Laune der verbliebenen SpielerInnen.
Ein paar Schweißtropfen standen den Organisatoren schon auf der Stirn, als um kurz vor neun zwar schon jede Menge Gäste aus Nah und noch mehr aus Fern, aber kein Haus- und Schlüsselmeister vor Ort erschienen war. Die 33 Anwesenden waren zwar keine rekordsprengende Anzahl, aber zuviel für das BTL-Quartier in der Nebenstraße. Und gegen den freundlich sonnenbestrahlten Mittelstreifen sprach dessen Namensbase von der Polizei, die uns etwa gegen acht einen Besuch abgestattet hatte. Besserung schien mit einer Dame einzutreffen, die sich als der Hausmeister, sprich: Hausmeisterin, erwies. Doch die hatte nicht nur Urlaub, sondern auch von nichts gehört und so etwas wie keine Befugnis. Ansprechpartner sei das Sportamt – am frühen Samstagmorgen utopisch, zumal die Halle eh erst ab mittags vergeben werde. Das war höhere Gewalt, die Sterne schienen es nicht gut mit den Berlin Open zu meinen... Und als dann auch noch die Unterschrift des Amtsmenschen auf unserem Wisch die falsche zu sein schien, half nur noch noch höhere Gewalt: Unser Mann vom Senat, Ebi A. Fischel schritt ein und regelte die Sache.
Wir durften rein.
In rekordverdächtiger Zeit und mit deutscher Gründlichkeit wurde alles aufgebaut, so dass das Turnier mit geradezu unscheinbarer Verzögerung angeblasen wurde. Knapp über 30 Mann ließen eine große Vorrunde sinnvoll scheinen, ein System, das sich im DTEV immer mehr durchsetzt. Keine langweiligen Gegnerwiederholungen, viele nette Leute... Bis auf Uwe Ulrich, den Tischfußballcrack aus der Pfalz, den wir doch zu gern kennengelernt hätten. Dafür war Free Match am Start. Am Vortag als Pause oder Nachzügler in den Spielplan eingefügt, verwirrte der Gute einen Teil der Gegner, was in einer Reihe von Nachholspielen endete. Hätte man alles 0:5 für den tapferen Mann, mittlerweile in Free Max umgetauft, gewertet, es wäre besser für ihn gewesen. Wie schon gesagt, die Zahl der Meldungen war nicht stolz, auch wenn die Berlin Open mal wieder die Turniere der Amerikaner und der Nachbarn aus Bern hinter sich ließen. Aus Deutschland waren fast nur Berliner vor Ort. Außer ihnen hatten nur die obligatorischen Friesen, der tapfere Brunske und, nun ja, zumindest zeitweise die Frankfurter die Anreise gemacht. Dies gibt mir Anlass zum Schimpfen! Pfui, pfui allen, die (gar) nicht da waren!
Favoriten waren wieder mal die Ausländer. Eine Menge Tschechen und Schweden war nach Berlin gekommen, um auch mal in einem Viertel- oder Halbfinale stehen zu dürfen. Die meisten von ihnen lässt man da zuhause nicht mitspielen. Vorderster Anwärter auf den Titel war der Tscheche David Smid, der schon vor drei Jahren das deutsche Publikum mit seinem legendären Finalsieg über seinen Landsmann Vaclav Pikl verzauberte. Damals erlitt der gute Vaclav im entscheidenden Finalspiel einen Krampf in der Hand als Folge unbedingter Verteidigung. Die Legende sagt, ein beherzter DTEVler habe ihm den Krampf mit einem gezielten Messerstich gelöst... Zu Vaclavs Verdiensten muss auch gezählt werden, Honka und Jo41, die er 2005 in den Vorschlussrunden erledigt hatte, gebrochen zu haben. Sie wurden seither fast nicht mehr gesehen.
Einen Strich durch die Rechnung machte den Großmächten aber Last-Minute-Meldung Axel Adler aka Bjarnosaurus Ørn, der ungerührt Vorrundenerster wurde. In den Play-Offs schlug er auch souverän den großartigen Vladimir Areshkin, der mit seiner kommunikativen Art die Sympathie der Mitspieler erwarb. David Smid, Vorrundenzweiter, schlug Edgars Pakis, der es als einziger der lettischen Delegation in die Play-Offs geschafft hatte. Die deutschen Hoffnungen, namentlich Box, Cowboy und Tim mussten allesamt in der ersten Runde die Segel streichen. Talent Brunske hatte die Play-Offs um den direkten Vergleich verpasst. Während Box gegen Legende Pikl noch das erste Spiel gewinnen konnte, verlor Cowboy glatt gegen den schwedischen Superrookie Truls Månsson. Das Match der Skandinavo-Berlin-Skandinavier gegen Micael Borgh hatte Tim in der Vorrunde noch knapp gewonnen, was Micael ein entsetztes „Oh nein, der Taktiker!“ entlockte. Das wäre ohnehin zu hoch gegriffen gewesen, und Tims als Taktik missverstandenes zaghaftes Defensivspiel wurde von Micaels überfallartigen Kontern der Lächerlichkeit preisgeboten. In weiteren Partien setzten sich die Schweden Jimmy Eklund, Andreas Andersson und Martin Arenlind durch.
Im Viertelfinale kam es zu einem weiteren Eklat. Bjarne „der alte Fuchs“ Axelsen, in DTEV-Kreisen für seine gewitzte Auslegung der 5-sek.-Regel bekannt, sah sich der Forderung nach einem Schiedsrichter durch seinen Kontrahenten Pikl konfrontiert. Da Bjarne selbst einer von drei Schiedsrichtern war und der zweite, ITHF-Präsident Vladimir Kraus, als Landsmann Pikls aussetzte, blieb diese heikle Situation an Co-Ausrichter Tim hängen. Allzuviel zu tun gab es zunächst nicht. Bjarne, der bis dahin 3:1 nach Spielen geführt hatte, gab sich unter den Augen des gestrengen Schiedrichters und der interessierten Menge kaum eine Blöße und spielte meist flott von Pass zu Pass. Trotz der Unterstützung des großteils skandinavischen Publikums, das Vaclav durch seine Schiri-Forderung gegen sich aufgebracht hatte, kam es zu einem siebten Spiel, in dem Vaclav auch bald wieder führte. Bjarnes zu einem letzten entscheidenden Sudden Death führender Ausgleich wurde somit auch frenetisch bejubelt.
Doch der Tod kam plötzlicher als es dem Referee lieb war... Schon nach ein paar Zügen hatte Vaclav den Puck vor seinem Center liegen, visierte... und... machte die Pille rein. Das Ding war gegessen. Oder nicht? Proteste von Bjarne! Für die Finte habe Pikl zu lange gewartet! Er könne doch nicht etwas fordern und es dann selbst nicht einhalten. Guter Punkt. Nein, nein, so lange sei das nicht gewesen mit der Finte, und überhaupt, bei einem Sudden könne es doch kein Zeitspiel geben. Naja, aber er habe den Regeln zuwieder eine längere Zeit zum Zielen beansprucht... Hin und her und hin und her. Da soll man wissen, wo einem der Kopf steht, und das ganz mutterseelenallein entscheiden. Entschieden wurde schlussendlich zu Vaclavs Gunsten. Die Finte habe kaum länger als die üblichen 5–7 sek. auf ihrem Weg ins Tor verbraucht.
Dass außerdem David Smid, Andreas Andersson und Weltranglistenguru Martin Arenlind den Weg ins Halbfinale nahmen, ist nur von geringem Interesse. Dort machte David Smid kurzen Prozess mit Martin, der seinen dritten Platz wegen seiner Vorrundenplatzierung schon sicher hatte. In einem spannenden Match gegen Vaclav sorgte Andreas für die Fortsetzung des tschechisch-schwedischen Länderspiels im Finale.
Da führte David schon standesgemäß mit 3:0 Siegen, als sich Andreas ein Herz nahm und die Serie mit zwei Siegen in Folge nochmal spannend machte. Der letzte Satz ging an David, Sieger von 2005 und nunmehr Rekordgewinner der Berlin Open, der sich den Pokal bei Landsmann Lukas Turon abholen darf. Der muss leider noch darüber informiert werden, dass es sich um einen Wanderpokal handelt. Unter den besten 14 fanden sich somit nur Bjarne, Box, Cowboy und Tim mit einem Pass, der weder in Schweden noch in Tschechien ausgestellt wurde.
Einen rauschenden Abschluss fand das Turnier beim Bankett, wo bei Bier und Speis' feststand: Ende gut, alles gut.



Ergebnisse

Bericht vom: 2008-06-06 17:03:10


Abwehr des Wikinger-Angriffs - Bembel-Cup 08 in Frankfurt, 02.02.08

Der Bembel-Cup war wieder die deutsche Station der internationalen Sportsmaster-Tour, dem Uefa-Cup des Tischeishockeys, und die letzte Moeglichkeit, sich für die EM im Sommer in Riga zu qualifizieren. Doch wohin es im Vorjahr noch eine geraume Zahl von auslaendischen Spielern gezogen hatte, kamen diesmal die unverwuestlichen Turteltauben, Anette und Bjarne aus Daenemark. Bjarne, in den letzten Jahren zu einem ungemein gefaehrlichen und effektiven Defensiv-Spezialisten gereift, schien kaum aufzuhalten, zum ersten Mal einen Sieg bei einem DTEV-Turnier zu landen. An gleicher Stelle im Vorjahr am Ueberraschungssieger Kristijan Curkovic aus Kroatien und zuvor an der Box beim Friesen-Cup 06 gescheitert, schien er nunmehr eine Klasse erreicht zu haben, die fuer keinen deutschen Spieler selbstverstaendlich ist – zumal in Abwesenheit der Box. Auch Anette ist in den letzten Jahren zu einer ernstzunehmenden Spielerin mit praezisem Angriffsspiel und internationaler Erfahrung geworden. In der Punkteberechnung für World- und Deutsches Ranking lag sie gar auf einem dritten Platz hinter Bjarne und Cowboy. Man durfte also gespannt sein, wie die Daenen sich – oder besser, ob die Deutschen sie – schlagen wuerden. Das Ambiente mittlerweile traditionell vertraut, ein leichter Duft von matratzengroßen Schnitzeln und Sauaeg'schbridsdem in der Luft und ein Berg von Preisen und Pokalen – das ist der Bembel-Cup in Dudenhofen bei Frankfurt. Der Iron-Man-Mentalitaet der deutschen TEH-ler gerecht wurde eine doppelte Vorrunde jeder gegen jeden gespielt, 46 Spiele satt. Es war zwar ein durchaus enges Feld. Aber die nicht ausufernde Nachwuchsszene sorgte für ein kleines Feld, das sich schnell aus dem Play-Off-Rennen verabschiedet hatte. Lange Zeit gab es einen Zweikampf zwischen Igor und Frostbeule um den letzten Platz in der Schlussrunde. Igor ergatterte schlussendlich diesen Platz, der dann aber eigentlich nur zum Ausscheiden gegen Bjarne berechtigte. Denn der hatte an der Spitze erwartungsgemaeß einsam seine Kreise gezogen und in den 46 Spielen gerade mal drei Punkte abgegeben. Zwei gegen Brunske und einen gegen Tim, die auch seine hartnaeckigsten Verfolger darstellten. Diese beiden hatten seit der Mittagspause (nach 23 Spielen) auch eine Wette laufen, bei der Tim meinte, kein Deutscher koenne Bjarne an diesem Tag ernsthaft gefaehrden. Den vierten Platz nach der Hauptrunde ergatterte Anette, nachdem Bull und Joe in der zweiten Haelfte geschwaechelt hatten, und bestaetigte die Erwartungen, mit denen sie aus dem Norden angereist war. Mit Brunske, Fury, Vladi, Cocky und Sitting vervollstaendigten die erwarteten Verdaechtigen die Play-Offs, zusammen mit Rikard, dem Schweden der Gothers, der so manch einen mit routiniertem Spiel entnervte. Auch Alex der Groeßte zeigte sauberes Hockey und gelangte in die Play-Offs, ebenso wie die derzeit wohl größten Junioren-Hoffnungen im DTEV, Leon Lechner und Johann Ovcar, die sich zuletzt beide für die Option entschieden hatten, einmal das Deutsche Team bei internationalen Wettkaempfen zu bereichern. (Oesterreich is halt zu schwach und Russland zu stark, so einfach...) Leon hatte dann auch gleich Tim im Berliner Duell am Wickel und fuehrte 2:0 nach bltzsauberen Spielen. Dass er noch reifen muss, zeigt Tims Comeback mit drei Siegen in Folge. Im engen Match zwischen Fury und Vladi, fand der Rote Stern aus Saarbruecken zu in der Vorrunde vermisster Staerke und gab dem Pferde Zucker. Eine Diskussion um Regel und Etikette gab es bei den Serien der beiden Gaeste. Der routinierte Bjarne konnte die neben ihm gegen den Gastgeber Sitting spielende Anette waehrend der Spiele coachen, was dieser sich verbat. Dem Berichterstatter ist nur noch bekannt, dass Anette sich dann in den weiteren Spielen durchsetzte. Die spielte das Viertelfinale dann gegen den Joe, und musste sich diesem geschlagen geben. Vladi und Cowboy flogen gegen Bjarne und Tim glatt raus, waehrend Brunske und Bull ein altbekanntes Duell ausfochten, was der glaenzend aufgelegte Brunske im fuenften Spiel gewann und erstmals in ein Halbfinale einzog. Das spielte er gegen Tim, und die hatten zwar keine Rechnung, doch dafuer eine Wette offen. Beide hatten es nun selbst in der Hand, ob sie zahlen oder prosten koennen wuerden, denn Bjarne hatte Anette in 3:0 Spielen geraecht. Tim konnte dann umringt von einer schlickigen Schar den 2:2-Ausgleich landen, bevor es ins entscheidende Spiel ging. Da führte er schon gluecklich 2:0, bevor Brunske mit Linksaußen und Beckerfaust ausgleichen konnte – Sudden Death im fuenften Match! Der war aber schnell vorbei, nachdem Tims Abwehrschlag in Brunskes offenem Tor landete. Das erste Finale des Berlin-Kopenhageners, das erwartete für den Mann aus der daenischen Provinz – der Bembel würde nach Daenemark gehen. Das erste Finalspiel gewann Bjarne – trotz blutender Wunde – gegen einen ausgepowerten Tim deutlich 5:1. Im zweiten Spiel erkaempfte sich Tim mehr schlecht als recht ein 2:2, doch dann schenkte sich Bjarne das 2:3 selbst ein – Ausgleich. Im dritten Spiel hatte Tim einen Lauf, fuehrte bald nach schoenen Toren 5:1, worauf Bjarne sich besann, auf 4:5 herankam, bevor der Gong Tim erloeste. Dann ein ungefaehrdetes 3:0 für den drahtigen Jueten, der nun seine alte Staerke gefunden zu haben schien. Doch es folgte ein Blitzstart von Tim, der 3:1 gewann – Matchball. Spiel sechs war dann eine Kopie des vorhergehenden, ein rasches 1:0 fuer den Herausforderer, ein Seufzen der nordischen Muse, das unbedingte Bemuehen des am Rande der Niederlage stehenden Bjarne... und der Lauf der Dinge: Als es etwa eine Minute vor Spielende 5:1 für den Satyren stand, war dit Ding jeritzt! Großer Jubel und feuchte Kehlen im Kegel-Zenter mit einem Wettsieger, der trotzdem bezahlte. Und Bjarne? Der wird sicher immer besser werden und irgendwann ein DTEV-Turnier gewinnen.

Bericht vom: 2008-02-10 11:39:43


WM 2007: Rex Roni - der neue Weltdominator

Ein Goldregen ging auf drei junge Männer nieder. Der Jüngste von ihnen wird am Tag darauf im russischen Sportexpress als Wunderkind bezeichnet. Der 16-jährige Finne Roni Nuttunen hat in dieser Saison alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt: vier der prestigeträchtigsten Turniere der ITHF World Table Hockey Tour und damit den Gesamtgewinn, nebenbei die nationalen Titel in der Offenen und der Junioren-Klasse und nun, am 10.06.07, auch beide Weltmeistertitel. Außerdem 4.000,- US-Dollar.
Im Finale hatte er den 20-jährigen Moskauer Aleksey Zaharov in 4:1 Spielen bezwungen, der von den frenetischen Zuschauern in der riesigen Skating-Arena von Krylatskoe am Rande der russischen Hauptstadt lautstark angefeuert wurde. Beide hatten im Halbfinale einen 0:2-Rückstand in der Best-of-Seven-Serie wettgemacht und einen schwedischen Veteranen aus dem Wettbewerb geworfen. Nuttunen hatte dabei in der Neuauflage des letzten WM-Finals von 2005 Rekordweltmeister Hans Österman aus Schweden besiegt, der letztendlich Bronze gegen seinen Landsmann Finn Fries holte.
Der Weltmeister von 2003, Daniel Wallén, der selbst knapp die Play-Offs verpasst hatte, sprach nachher von einem Traumfinale: „Der Topfavorit gegen den Lokalmatadoren. Und um Weltmeister zu werden, musste Roni die beiden Spieler schlagen, die er nie zuvor in einer Play-Off-Runde eines offiziellen Wettbewerbs besiegen konnte.“ Außerdem war Wallén, selbst Schwede, froh, dass kein Schwede im Finale stand. Denn die Hegemonie der Tre Kronor ist damit gebrochen und der Sport wird dadurch wieder spannend. Seit 1989 hatten die Schweden fast immer die beiden wichtigsten Titel, in der Offenen Klasse und im Mannschaftswettbewerb, geholt. Nur bei den letzten Titelkämpfen in Riga konnten die Finnen ihnen den Team-Titel abringen. Den haben die Schweden zwar nun wieder, aber die äußerst knappen Siege gegen Tschechien im Halbfinale und Finnland im Endspiel, die teilweise den Video-Beweis erforderten, zeigen, wie sehr die Tischeishockey-Welt zusammenrückt.
Das musste auch das deutsche Team erfahren. Im Einzelwettbewerb erreichten Cowboy und Tim noch die Platzierungsrunde der Plätze 61–84, sahen dort aber nicht viel Land. Die Konkurrenz aus Estland und der Ukraine, vor einigen Jahren noch leicht geschlagen, verwies sie auf die hinteren Plätze. So hochklassig wie diese war noch keine WM gewesen, waren doch die 30 höchstgerankten Spieler der Welt geschlossen am Start und eine Platzierung in der Finalrunde der besten 60 außerhalb jeder Reichweite. Im Mannschaftswettbewerb siegte das junge deutsche Team, dem noch Big Aden, Michel und Hermd angehörten, aber im Play-Down im Bruderkampf gegen Österreich und wurde durch die Niederlage der Schweiz gegen Estland noch bestes deutschsprachiges und zwölftes von 15 Teams.
Die Eindrücke dieser WM waren sehr unterschiedlich: Die Arena, in der die Russinnen 2004 den FedCup gewannen, wird wohl auf lange Zeit im Tischeishockey nicht getoppt werden. Mannschaftskabinen und anzugtragende Security-Leute, die allen, die keinen entsprechenden Button trugen, den Zugang zur Playing Zone verweigerten, ließen die deutschen Staatsamateure sich wie Nationalspieler fühlen. Aber die Russen hatten hier und da vielleicht die falschen Prioritäten gesetzt: Der höchste Pokal der Tischeishockey-Geschichte machte die stundenlangen Verzögerungen nicht wett. Die Software der Russen machte die vor kurzem von der ITHF beschlossene Modusänderung (Ergebnisse aus der Vorrunde zählen auch in der 1. Liga) nicht mit. In verschiedenen Kategorien gab es so Spielpläne für z. B. 30er-Mammut-Gruppen, in denen ein Drittel der Ergebnisse schon feststand. So ergaben sich eine Masse unnötiger Freispiele und massive Verzögerungen. Die Offene Klasse begann am Samstag nicht wie geplant um 12.00 Uhr. Das erste Spiel des Tages begann für die meisten etwa gegen 15.30… Auch das Angebot von Vladimir Kraus, mit seiner Software den Zeitplan des nächsten Tages zu retten, wurde dankend abgelehnt, um das schicke Design der Online-Results zu bewahren… Der DTEV-Crew kam’s nicht völlig ungelegen, konnte man so doch den Rausch der Nacht wegkoffeinieren.
Während man in der deutschsprachigen Szene nach wie vor Betonung auf das Spiel legt, entwickelt sich Tischeishockey vor allem in Osteuropa zu einem beachteten Sport. Stars wie Alexander Chawanow, Profi-Eishockey-Verteidiger, oder Popsängerin Valeria, die auch in einem Nichts von Kleid durch die Halle stolzierte, überreichten die Preise. Außerdem zeugten 15.000,- US-Dollar an Preisgeldern und eine beachtliche Medienpräsenz von der Bedeutung des Tischeishockeys in Russland. Das internationale Tischeishockey steigt mit dieser WM in neue Dimensionen. Inwieweit etwa solche Preisgelder dem Charakter dieses Spiels schaden, wird die Zukunft weisen.

Bericht vom: 2007-06-22 20:34:07


Berlin Open 2007: Weltspitze

Die Berlin Open haben die Weltspitze erreicht. Das sah man zum einen daran, dass die DTEV-Spieler nichts mit den Play-Offs zu tun hatten, zum anderen an der Tatsache, dass der Sieger mit über 900 Weltranglistenpunkten davon zog. Zum Vergleich: Mehr als 1000 Punkte für den WM-Sieg kann man nicht kriegen. Und für den Sieg bei einem durchschnittlichen DTEV-Turnier der letzten Jahre bekam man kaum mehr als 500 Punkte…
Jene 902 Punkte nahm Vize-Europameister Lukas Turon mit nach Tschechien. Der 16-jährige war der absolute Topfavorit. Ihn zu schlagen, hatte man im Vorfeld nur seinem wenig älteren Landsmann Michal Hvizd, Sieger des Moscow Cup 2006, und eventuell dem schwedischen Routinier Rickard Sjöstedt zutrauen können.
Mit 60 TeilnehmerInnen verzeichneten die Berlin Open die höchste Anzahl Mitspielender bei einem DTEV-Turnier seit 1994. Hauptverantwortlich dafür waren die Tschechen, die mit 14 Spielern angereist waren. Mit einem großen tschechischen Aufgebot ist auch in den nächsten Jahren zu rechnen, zumal der internationale Kalender nunmehr aufeinander abgestimmt wird. Im letzten Jahr fanden die Berlin Open noch an einem Wochenende statt, an dem der tschechische Verband längst ein eigenes Turnier angesetzt hatte. Der bemerkenswerteste Gast war jedoch Altmeister Shoji Handa, der eigen zum Turnier aus Japan anreiste, na ja, und wegen Eisbärbaby Knut…

In den drei Vorrundengruppen „Knut“, „Bao Bao“ und „Knautschke“ qualifizierten sich die jeweils ersten zehn für die 1. Liga. Im Feld der 30 Besten konnten dann fünf Deutsche mitmischen. Die größte deutsche Play-Off-Hoffnung, Box Albers, erreichte aber nur den 24. Rang. Bester Deutscher wurde als 22. der Cowboy, der nach den Schwedischen Meisterschaften wieder über 600 Punkte für die Weltrangliste holen konnte. Bull Gerrit (26.), Brunske (28.) und der gestresste Organisationschef Tim (29.) landeten auf hinteren Plätzen.
Die 2. Liga gewann deutlich der unglücklich in der Vorrunde gescheiterte Holland-Norweger Ewoud van der Veen vor den DTEVlern Volle Sonne, Fury und Sitting Bull. In der 3. Liga siegte Lokalmatador und Grufti Domestic Ebi, der sich somit gegen die Youngster-Connection Evzen Vavruska (Tschechien), Leon Lechner (Berlin/Österreich) und Karl Müller (Berlin) durchsetzte.
In den Play-Offs der 1. Liga gab es wenig Überraschungen. Nur Metall-Papa Petr Turon schlug als Neunter den Achten David Smid, Berlin-Open-Sieger 2005. Spannend wurde es im Halbfinale: Zum einen verlor Favorit Michal Hvizd gegen seinen Landsmann Petr Tmej. Dieser, ein weiterer aus der Garde der tschechischen Weltklasse-Youngster war nicht ganz so stark eingeschätzt worden wie Hvizd, dem man nachsagt, unberechenbar und divenhaft zu sein und nicht immer das Letzte aus sich herauszuholen. Das andere Halbfinale war die meistbeachtete Begegnung des Turniers. Rickard Sjöstedt forderte Lukas Turon. Routinier gegen Youngster, Schweden gegen Tschechien. Die zahlreichen Zuschauer spalteten sich in zwei Lager. Rickard verlangte Lukas wohl mehr ab als jeder andere Spieler an diesem Tag und konnte zwei Siege verzeichnen. Doch es hätte mehr gebraucht, um Super-Lukas zu schlagen. Der spielte dann das Finale gegen Petr Tmej. Weit weniger Zuschauer verfolgten dieses Duell, was wieder einmal zeigte, dass internationale Konkurrenz und selten gesehene Duelle mehr Interesse wecken als ein recht einseitiges Finale zweier Spieler, die sich in- und auswendig kennen. Petr, der glatt 0:4 verlor, hatte mit dieser Finalteilnahme aber bereits einen seiner größten Erfolge erreicht.
Das Turnier fand seinen stimmungsvollen Ausklang beim Abschlussbankett mit internationaler Beteiligung. Die letzten Mohikaner machten sich dann am frühen morgen nach durchstandenem Poker-Turnier (Großer Sieger: Slow Hand).

Bericht vom: 2007-06-22 20:07:34


Beim bunten Treiben des BembelCups 2007 geht Kristijan Curkovic als Sieger hervor!

Es war sicherlich ein sehr ungewöhnliches Turnier im Frühjahr 2007 in Frankfurt-Rodgau. Nicht ungewöhnlich für den BembelCup war die gute Orga, die hohe TeilnehmerInnenzahl und die tollen Preise. Viel ungewöhnlicher war schon, dass die 45 TeilnehmerInnen sich aus 11 Nationen zusammenfanden, die Gäste aus dem Ausland den deutschen Zunder gaben und ein gutes Dutzend Neulinge uns die Ehre gaben. Aus den drei Vorrundengruppen konnten sich 9 Deutsche für die 1. Liga der besten 24 qualifizieren. Darunter Vladimir "Volle Sonne" aus Saarbrücken, der erstmals als Deutscher startete - und das vielleicht auch bei der WM im Sommer tun wird. Außerdem gewann ein merkwürdig hässlicher Neuling aus Köln eine Vorrunde. An den vielen Toren und den weitgespreizten Beinen hätte man es ahnen können... Der Joe gab sein Comeback, nicht ohne sich einen Scherz zu erlauben. Die aus dem Ausland angereisten gaben den etablierten Deutschen vor dem Turnier Rätsel auf... Während man Bjarne Axelsen aus Dänemark und Etienne Flore und Jean-Claude Klaus aus der Schweiz lange kannte und um ihre Stärke wusste, waren die Curkovic-Brüder aus Kroatien, Bernard Rjavec aus Slowenien und Mark Gorodnitsky aus Russland hierzulande (!) unbekannte Größen. Spätestens nach der Hauptrunde zeigte sich aber, dass die hier genannten allesamt die Spitze des TeilnehmerInnenfeldes ausmachten. Nur Joe, Tim, Vladimir und Cowboy gelang es, sich in den Play-Offs zwischen den Gästen zu platzieren. In der 2. Liga tummelten sich eine lustige Schar, als deren beste die einzige Teilnehmerin, Anette Engel aus Dänemark, hervorging. Bester Junior wurde der erst 12-jährige Pavel Gorodnitsky, der als 17. nur äußerst knapp an den Play-Offs scheiterte. Im Achtelfinale stand es 2:1 für die Schweiz gegen Deutschland, nachdem Tim zwar Beat Luginbühl, aber auch Etienne den Cowboy und Jean-Claude den Vladimir rausgehauen hatte. Der Joe arbeitete bei seinem Sieg gegen Vorrundenüberraschung Star Fleet, der britischen Nr. 1, daran, den Rost abzukratzen. Das gelang ihm nicht ganz, den schon im Viertelfinale gab es für ihn das Aus gegen Kristijan Curkovic, der auch schon in Bratislava und Budapest starke Resultate erzielt hatte. Da auch Tim nach hartem Kampf gegen Bernard im Viertelfinale ausschied, gab es ein Halbfinale ohne deutsche Beteiligung. Etienne hatte im internen Duell Jean-Claude nach Hause geschickt, und Bjarne sicherte sich das Ticket gegen Mark Gorodnitsky. Die Vorschlussrunde nach dem Modus Best of 7 zeigte enge Serien, in denen Kristijan Bernard und Bjarne Etienne - mit dem entscheidenden Tor im siebten Spiel wenige Sekunden vor Ultimo - aus dem Rennen warfen. Auch das Finale ging über die volle Distanz von sieben Spielen, wobei Bjarne physisch und psychisch viel zeigen musste gegen den eleganten Kristijan. Dass auch er die Psyche beherrscht zeigte er, indem er nun Bjarne im letzten Spiel - wenige Sekunden vor einem turnierentscheidenden Sudden Death - einen Bauerntrick einschenkte. Gratulation an Kristijan, Bjarne und Bernard, dank an Jürgen, Cocky und Flo!

Ergebnisse

Bericht vom: 2007-03-26 03:29:28


Friesen-Cup 2006: Box gewinnt eine enge Kiste!

Box Albers gewinnt zum ersten Mal den Friesen-Cup.
Er ist der einzig verbliebene aktive Spitzenspieler im deutschen Tischeishockey. Das zeigt auch die Tatsache, dass der einzige Spieler der Teilnehmerliste dieses Friesen-Cup 2006, dem vom Papier her zugetraut wurde, der Box den Sieg zu stibitzen, der Dänische Meister Bjarne Axelsen aka Axeld Adler aka Bjarnosaurus Ørn war.Würde jemand das erwartete Finale verhindern können? Und würde die Box mit ihrer Ewigkeit an Tischeishockey-Erfahrung dem Herausforderer Einhalt gebieten können? Oder musste man bei der Box wirklich von einem Final-Komplex sprechen? Man erinnere sich an die Niederlagen gegen Honka beim letzten FC, oder die gegen den Japaner Shoji Handa im B-Finale der WM 2005… Würde die Winner-Typ-Mentalität des dänischen Adlers den letzten deutschen Riesen stoppen?

Wie im letzten Jahr – und wie es derzeit generell ein Trend zu sein scheint – bildeten der Rest der Friesen und Dänen (samt Dänin), die Schlicks und eine beachtliche Anzahl Berliner (7!) sowie ein Häuflein Wilhelmshavener Comebacker ein äußerst leistungsdichtes Mittelfeld. Ebenso wie nur wenige Spieler sich nach oben abgrenzten, gab es nur wenige mutige Rookies, deren Mut an dieser Stelle das gebührende Lob verdient!
Diese dichtgestaffelte Besetzung sowie ein aufreibender Modus mit einer Doppelrunde von 44 Spielen vor den Play-Offs sorgten dafür, dass das Ganze eine ganz enge Kiste wurde.

Nachdem man sich also in einem lustigen Teamwettbewerb eingespielt hatte – am schnellsten hatten das die Schlicks getan, die hier den Sieg davontrugen – wurde es ernst.
Wähnte sich mancher Däne in der Mittagspause bei vorzüglichem Catering schon in den Play-Offs, mussten auch die Gäste aus dem Norden erfahren, dass wir Deutsche nun mal hardcore sind. Noch einmal ging es gegen alle 22, doch am Ende hatten Box und Bjarne nach wie vor die ersten beiden Plätze inne.

Fast hätte man sich die Play-Offs sparen könne, denn einzig Comebacker Don Pedro rückte in der Endabrechnung vom fünften auf den vierten Rang nach vorne. Er war sich mit dem anderen Halbfinalverlierer, Tim Frost, darin einig, dass das Halbfinale den Bruch darstellte. Zu klar hatten beide ihre Vorschlussrunde verloren, und zu eng waren all die Serie zuvor gewesen.

Ganz im Gegensatz zum allgemein üblichen deutschen Hurra-Stil präsentierte sich die ungemein packende Bo7-Finalserie:
Im ersten Spiel führte Bjarne, doch Box gelang postwendend der Ausgleich und unmittelbar vor Schluss das Siegtor. Es folgte ein 1:1, das eine ewige Verlängerung nach sich zog. Das Stöhnen und die Atempausen, die die beiden Kontrahenten sich gönnten, zeigten eindrucksvoll, dass Tischeishockey ein Leistungs- äh… -spiel ist. Als erster stach die Box, genau wie in der nächsten Verlängerung. 3:0 führte Box nach Matches, und es wurde ein 4:0 nachdem Box erneut einen Rückstand wenden konnte.
So deutlich sich 4:0 liest, Box hat in dieser Serie in regulärer Zeit zwei Tore mehr erzielt als sein Gegner ;) Doch das zeigt uns, welch intensives Play-Off-Hockey den glücklichen Zeugen geboten wurde.

Der Cup bleibt somit im Lande, sogar erstmals im Frieslande!
Gratulation an die beiden herausragenden Spieler des Turniers und einen Riesendank an die Gastgeber. Ein Friesen-Cup ist ein Erlebnis.

Bericht vom: 2006-11-21 19:21:06


Der weltbeste Doktor - Oslo Open II 2006

Doom holte zum dritten Mal in Folge den Titel und erhielt einen der schønsten Preise des internationalen TEHs: eine Frisbee ;)

Es war in der Mittagspause eines top-organisierten Turniers. Ein farbiger Info-Prospekt, glatter Ablauf, keine Verzøgerungen, zentraler Ort, Top-Bretter waren unter anderem verantwortlich dafür, dass selbst die Top-Schweden - seit 20 Jahren im Geschæft - meinten, nur die WM 99 sei besser gewesen. Ein Punkt, an dem es anzusetzen gilt. Zumal die Norweger meinen, das "Soziale" (wie man hier sagt) kønne niemand besser als sie. Da sind wir vielleicht anderer Meinung ;)

Doom, Cowboy und ich hatten uns gerade für die zweite Liga qualifiziert. Zwei mal 20 Spielten 1. Liga, das gleiche in der 2. und der Rest spielte 3. Liga.
Mehr war nicht drin. Das Feld einfach zu tough, eher noch mussten wir uns vorsehen, nicht in die dritte abzurutschen, doch das verhinderten wir letztendlich recht sicher.

So hatte Doom also seinen grossen Auftritt. Dag Roar Nilsen, geschrieben DrN, wie 2002 als 1.-Ligist in der Favoritenrolle. Doom verteidigte ordentlich, størte Nilsen und erzielte die Führung. Æh... irgendwie jedenfalls. Postwendend der Ausgleich, aber Doom tapfer dagegen und erneute Führung. Irgendwie jedenfalls. Oder besser: Linksaussen auf Center, was sonst. Nilsen drückte, aber ohne zu treffen. Kurz vor Schluss das 3:1 - sauber! Ganz grosse Show. Wird sicher bald als Filmchen runterzuladen sein ;)

Und sonst?

Doom hatte sich wohl komplett auf das Doctor-Match eingerichtet. Wollte ich ihn morgens über seine kommenden Gegner informieren, winkte er ab. Nachmittags hatte er sein Zielwasser verschossen oder eher sein Ziel erreicht. Er hat geglænzt für den DTEV, gezeigt, was funky ist. Platzierungsrunde und Veteranen-Cup waren dann Nebensache.
Cowboy hatte in der Vorrunde zunæchst nur harte Gegner, und ich hoffte, dass er spæter læcheln würde, musste aber einsehen, das da Hopfen und Malz verloren ist ;)
Ich landete bei überraschungslosem Spiel in der Mitte meiner Vorrunde.

Nachmittags waren wir dann alle in der selben Division der 2. Liga. Cowboy und ich schlugen uns ordentlich. Ich selbst steuerte einen vorderen Platz an, brach aber im letzten Drittel ein. 16:6 Punkten zunæchst folgten 2:12.

Damit schlossen wir auf den Plætzen 60, 69 und 76 von 101.
Das ist nicht gut, aber derzeit ok.

Ansonsten haben wir insbesondere auf menschlicher Ebene grosse Siege für den DTEV errungen. Wir sind wieder wer; næmlich nette Kerle, die passabel spielen und auf sæmtliche Turniere in Europa eingeladen sind. Doom, Cowboy und ich fahren wohl hin. Schwedische Meisterschaft z. B. Wer kommt mit?

Ergebnisse findet Ihr unter dem Link.

Tim

Ergebnisse

Bericht vom: 2006-10-02 19:19:56


Wir sind wieder FUNKY!

Alter schützt vor Torheit nicht! Neuer Deutscher Meister 2006 ist unser funky Frankensteiner. Er gewann das Finale im Familienduell (gähn) gegen Jiminator. Viel mehr gibt's da auch nicht zu sagen. Höchstens noch: Glückwunsch!

Viel interessanter ist, dass Jimi der einzige Junior am Platze war, das Turnier außer von Funky aber noch von elf weiteren Veteranen (Alter, nicht Erfahrung) bevölkert wurde – und einer geraumen Zahl von solchen, die es bald werden. Droht dem DTEV eine Überalterung? Unter den Top-300-VeteranInnen des Worldrankings finden wir stattliche 26 DTEVler. Damit belegen wir Platz 3 hinter Schweden und den USA. Unter den Top-300-JuniorInnen ganze zwei: Unseren nicht mehr als Talent zu bezeichnenden Vizemeister Jiminator auf Platz 26. Und den uns völlig unbekannten, in Dänemark lebenden und ausgebildeten Frank Jäger auf 232. Jimi wird bald Lomo, Davidson und Suschi auf dem Weg sprießenden Flaumes folgen. Was also tun? Seit Wallis Abgang geht keiner mehr in die Kindergärten. Wieso auch, dann bilden wir noch den dänischen Nachwuchs aus... Vielleicht warten wir einfach ein paar Jahre, bis die Berliner Jungväter ihre Kinder mitbringen. Und die Friesen sind ja nu auch im heiratsfähigem Alter. Und Joe und Tatjana könnten ja nun auch... naja, Scherz beiseite. Internationale Titel gewinnen wir in der Domäne der Zaharovs, Caics' und Nuttunens eh nicht. Bilden wir lieber neue Jungerwachsene aus. Wie man auf der DM sah, können wir den mehr oder minder schleichenden Verfall in Hamburg, Wilhelmshaven und Bonn ausgleichen. Berlin, Düsseldorf und Frankfurt sind in den letzten Jahren unausweichlich auf der Landkarte gewuchert, und nun folgt das Sauerland. Vielleicht sprießt es sogar in Dortmund und der Rhön. Oder wir folgen dem Beispiel des DFB. Vladimir „Volle Sonne“ erhält in Kürze die deutsche Staatsbürgerschaft. Moskau, wir kommen! Neu ist auch, dass der DTEV in Zukunft über ein Abstimmunssystem bei strittigen Fragen verfügt. Jeder aktive Verein erhält dazu eine Stimme. Genaueres hier (link?). Wir hoffen, dass die Zeit der Schlammschlachten und des Book of Blood damit der Vergangenheit angehören. Aber zurück zum Tagesgeschehen: Die DM begann mit einem Wettbewerb mit sage und schreibe neun Teams. Im Feld der Neugründungen und Spielvereinigungen setzte sich Traditionsklub VfP Friesland zum zweiten Mal in Folge durch. Herzlichen Glückwunsch. Danach wurden schnell in drei Quick-Time-Vorrunden Spreu und Weizen getrennt. (Spässle!) Während die 21er-Hauptrunde noch spielte, wurden in Liga 2 schon die Play-Offs ausgetragen. Deutscher Zweitligameister wurde Hermd von Neuling Traktor Sauerland 06, der mit Rübe sogar einen Erstligisten platzieren konnte. Denke, wir sehen die Jungs wieder. Im Erstliga-Achtelfinale kam es zum Eklat durch Dr. Doom, der durch fieses Psychospiel (u.a. Zuspätkommen) in die zweite Runde kam. Die erste Abstimmung nach der Umsetzung der ITHF-Regel in diesem Falle (Wertung 0:10) wird wohl folgen. Im Viertelfinale standen dann drei Friesen, zwei Rheinachsen und je ein Rama, Icecrusher und Satyr. Im Halbfinale war Tim dann gegen Angstgegner und künftigen Meister Funky chancenlos, während Jimi einen 1:2-Rückstand noch drehte. Das Finale vor verbesserungswürdiger Publikumszahl wurde also Geschichte. Ein Großes Lob Edgar und seinem Team. Auf zu neuen Ufern! Der Friesencup nimmt seine fünfte (!!) Runde und im neuen Frühjahr steigen in Frankfurt und Berlin internationale Turniere der Vor-WM-Monate!

Ergebnisse

Bericht vom: 2006-09-01 18:17:53


International:
29.05.2010
Berlin Open (WTHT)

DTEV:
29.05.2010
Berlin Open (WTHT)

Regional:
07.04.2010
JBHL (Wilhelmshaven)
05.05.2010
JBHL (Wilhelmshaven)




Berlin Open 2010

Name: Juho Rautio (FIN)
Club: KALA



  ...der Hagdur